Tag4: Geraer Hütte - Pfitscherjoch Haus


Da wir uns entschlossen hatten die Friesenbergscharte zu umgehen, da wir nicht über den sehr steilen Osthang, welcher mit Steigeisen versehen ist und nur mittels Stahlseilen zu bewältigen wäre, gehen wollten, haben wir uns für die Alternative über Geraerhütte - Alpeinerscharte entschieden.

Von der Geraerhütte gehts gleich mal 740m direkt hinauf! Teilweise über Geröll und auch mit Seilen versichert war diese Strecke sehr anstrengend zu gehen/klettern.

Es wurde uns gesagt, dass auf der anderen Seite der Alpeinerscharte ein 150m Schneefeld zu bewältigen wäre. Aber dieses Schneefeld sollte zu packen sein! Ich hatte diesbezüglich eine unruhige Nacht und träumte von senkrechten Schneefeldern und anderen grausigen Dingen. Das Schneefeld war auch sehr imposant, der Abstieg darüber aber nur auf den ersten 20m ungewohnt. Danach konnten wir eine auf der linken Seite liegende Felswand erreichen und uns an dieser entlang abwärts tasten. Der Aufstieg kostete und 2,5h und der Abstieg 2 Stunden. Auf der anderen Seite war dann ein Wegweiser: "Geraerhütte - 2 Stunden!". Irgendwie waren wir da wohl etwas unfähig. Trotzdem war dieses Ereignis für mich prägend und ich dürfte meine latente Höhenangst nun wohl fast abgelegt haben. Ich werde es nächstes Jahr in den Dolomiten wohl merken! :)

Als wir am Pfitscherjoch ankamen, begann es zu Regnen . Es war für den Nächsten Tag ein Unwetter angesagt und so beschlossen wir, die Tour hier zu beenden und erst nächstes Jahr die vor uns liegende Gliederscharte zu bewältigen.



Diesmal waren es "nur" 4 Wander-Tage bis ans Ende der Zentralalpen. Es war wieder einmal wunderschön und die Strecke hat uns teilweise alles abgefordert. Trotzdem Blicken wir schon mit Zuversicht auf den nächsten Teil der Strecke!

Je nach Wetter und Urlaubsmöglichkeit, warten nun die schwerste Tage der Strecke von München nach Venedig auf uns:

"Die Überquerung der Dolomiten"